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Zu schade fürs Museum

24. July 2025

Die Fotos der Kunstanstalt Brügger sind Kult. Im ALPS bereichern sie die Sammlung und das Erscheinungsbild. Bald auch dein Wohnzimmer?

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Die Bilder der Kunstanstalt Brügger haben Kult-Status. Ein Glück, dass die Fotosammlung nach der Schliessung des Herstellers von Werbematerialien 2013 an das ALPS übergingen. Längst haben sie das Sammlungsdepot verlassen und tauchen regelmässig in Publikationen und Online-Kanälen des ALPS auf – ebenso, wie im Museumsshop. Und so schliesst sich der Kreis: Aus den hochwertigen, aus heutiger Sicht überinszenierten und -ästhetisierten Bildern entstehen wieder Artikel, die um unsere Aufmerksamkeit werben. Vom Tischset bis zum Postkartenbuch. Bald auch als «Print on Demand» über dem WG- oder jedem anderen Küchentisch? Das hängt auch von euch ab. Doch zuerst, wie alles begann.

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Nur wenige Jahre bevor an der Landesausstellung in Genf das erste Automobil vorgestellt wird, gründet der Meiringer Andreas Brügger die «Kunstanstalt Brügger», zunächst als Druckerei. Die mit der Zeit einsetzende Spezialisierung auf Werbematerialien für die Hotel- und Tourismusbranche bringt Erfolg – aber nicht nur: Sozusagen als «side effect» entsteht nach und nach eine grössten Materialsammlungen zum Wandel der Schweizer Freizeitkultur des 20. Jahrhunderts.

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Bis zur Schliessung der Kunstanstalt Brügger im Jahre 1994 (wenige Jahre nach Aufkommen des World Wide Web) sammeln sich Zehntausende von Negativen, Dias und Abzügen aus Aufträgen für Hotellerie, Gastronomie, Transportwesen, regionale KMU oder die Industrie an (etwa die Kraftwerke Oberhasli) – visuelle Schätze, die heute zu den kostbarsten Dokumenten der Schweizer Tourismusgeschichte gehören.

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Sonnenbaden vor dem Hallenbad Saas Fee A1346 P Am07 bearbeitetlr

Die Brügger-Erben verteilen das umfangreiche Archiv nach der Schliessung der Kunstanstalt an verschiedene Interessenten. So gehen etwa Plakate, Prospekte usw. an das Tourismus-Museum in Unterseen. Die Fotosammlung mit 35 000 Negativen u.a. auf Glasplatten und 62 000 Abzügen finden ihren Platz nach einem Umweg über die Kulturstiftung der BBO Bank Brienz-Oberhasli 2013 schliesslich im ALPS.

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Mit der finanziellen Unterstützung von Memoriav, Stiftung für die Erhaltung und Erschliessung des schweizerischen audiovisuellen Kulturguts, digitalisiert das ALPS zwischen 2012 und 2020 nahezu 30 500 Fotos und stellt damit sicher, dass die Bilder auch in Zukunft verfügbar sind. Dies teilweise auf der Online-Plattform memobase.ch

Das ALPS prüft die Idee eines Print-on-Demand-Angebots für den geplanten neuen Online-Shop. Wäre das etwas für dich? Schreib uns per Mail an kommunikation@alps.museum oder auf Instagram, welches Bild du gerne an deiner Wohnzimmerwand sehen würdest.

I construct artworks where symbolic, enigmatic, physical or transitory exchanges unfold. Speculative fictions or New World paradigms where man is often a temporary feature, and where varying rates of change fused with different types of intelligence make way to reverie detached from the factual, the here and now, and to new open roads not taken before.

I am a multimedia systems artist working beyond the traditional studio model, and with an expansive genre of media that spans film, installation, sound, gaming, public interventions, light, language, and terraforming environments. I was born in Bogotá, Colombia and I'm based now in New York working and exhibiting internationally.

LJ Mayorga
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